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ist ein visueller Eintopf modernen Tanztheaters mit Elementen
des Hiphop, Streetdance, Butoh, Capoeira und Schauspiels. Die
Menüfolge entspricht direkt unserer turbulenten Zeit. Als Vorspeise
empfiehlt die Chefköchin "Falsche Realität und Manipulation",
als Hauptgang "Hunger nach Macht" und zum Nachtisch wird eine
"Neue Weltordnung" serviert. Der Komponist und Schlagzeuger
Zam Johnson wird mit seiner Musik die einzelnen Gänge geschmacklich
verfeinern. Wir wünschen guten Appetit!
Man nehme:
Fleisch am Stück
Feuer und Glut
Früchte aller Art
1000 Worte
Bilder nach Gefühl
5kg Musiknoten
3-4 Laute
Unter der Leitung der Chefköchin Minako Seki werden die unterschiedlichen
Gemüse und Fleischstücke auf heißer Pfanne zum Sieden gebracht,
garniert und gebraten.
Es wird flambiert, touchiert, wild gegrillt und gekillt, im
Trüben gefischt, aufgetischt und weggewischt, da wird geschwitzt
und geschmort, da gibt's Kompott und auch Mord, da wird getanzt
und gesungen und mit Wörtern gerungen.
Die Proben, die im März 2003 begannen, standen von Beginn an
stark unter dem Einfluss des drohenden Irak-Krieges, der dann
während der Probenarbeit ausbrach. Wir haben unsere beiden Vorstellungen
gespielt, nicht obwohl Krieg war, sondern weil.
Das ganze Ensemble befand sich in der gleichen Spannung wie
wohl alle Menschen auf dem gesamten Globus. Natürlich waren
wir gegen den Krieg und wollten das auch künstlerisch ausdrücken.
Allerdings waren und sind wir immer noch der Auffassung, dass
Kunst unmittelbar keinen Einfluss und Auswirkungen auf realpolitische
Vorgänge hat. Kunst kann höchstens Spiegel einer Gesellschaft
oder von menschlichen Verhaltensmustern im Allgemeinen sein,
aber sie kann nichts ändern, nur zeigen. Das kann schon sehr
viel sein.
Was wir wollten und so denken wir, auch erreicht haben, war
ein allgemeines Gefühl dieser besonderen Zeit auszudrücken,
von der jeder Mensch beeinflusst war. Direkt wollten wir keinen
Bezug zum Krieg herstellen, aber eine Atmosphäre schaffen, die
sofort Assoziationen wachruft. „Doch nicht alle lernen die Sonnenseiten
des Lebens kennen und sind glücklich. So haben einige unter
ihnen Angst, sie könnten auch entsorgt werden, wenn sie nicht
richtig funktionieren. Sie versuchen sich der Umgebung anzupassen,
um nicht aufzufallen, sich zu verstecken oder zu fliehen.“ (Andre
Schober, Tänzer)
Das Stück sollte Beklemmungen erzeugen, aber auch sehr wohl
lustig sein. Es sollte zum Nachdenken anregen, ein klein wenig
kindlich sein, etwas böse und dann wieder so richtig schön,
so eine Art Eintopf, besser noch ein Fondue, das französisch
„Geschmolzene“. Es geht in unserem Stück also auch ums Essen,
ums Fressen und Gefressen werden. Minako, die viel vom Essen
träumt, beschließt, auf der Bühne während der Aufführung kochen
zu lassen. Jimmy, der Chefkoch muß zwischendurch umrühren, damit
nichts anbrennt, der Duft weht dabei ins Publikum. Das passt
nicht nur, sondern ist auch sehr praktisch. Da werden die Zuschauer
während der Performance hungrig und wir danach satt.
Wir möchten die Terrine des „Tanzfondues“ weiter bearbeiten,
da wir gerne den Boden des Stückes sehen möchten.
mit Minako Seki (Japan) - Regie, Choreographie
Stab:
Mido Kawamura (D/Japan)- Kostüm
Zam Johnson (USA) - Musik, Komposition und Liverealisation
Marion Mielke (D) - Videoinstallation
Subuda Dadaware (Polen) - Videoinstallation
Darsteller:
Minako Seki (Japan) - Tanz
André M. Schober (D) - Tanz
Marjorie Chau (Chile) - Tanz
Martina Heim (D) - Tanz
Pamela Aravena (Chile) - Tanz
Anita Moreira (Chile) - Tanz
James Melvin Chaney (USA) – Gesang
Die Welt braucht mehr Feen mit
guten Ideen!
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Technische
Voraussetzungen
Bühne:
Größe: mindestens 10x12m
Tanzteppich, schwarz je drei Gassen links und rechts oder Möglichkeit,
um Gassen zu hängen Hinteraushang weiß oder Operafolie
Ton: Dem Raum angepaßte P.A.
Musiker auf Bühne 2 CD-Player,
1 Minidisc 12 Channel Submixer
1 Gesangsmikrophon
1 Mikrophon
Licht: Normales Theaterlicht, gesonderter Lichtplan Gassen und
Frontlicht
Video: Videobeamer
Strom: 3 getrennte Stromkreise für Licht, Ton und Videoprojektion
Crew:
7 Darsteller
1 Musiker
1 Techniker
1 Videokünstler
insgesamt: 10 Personen
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